Chat, Skill oder Agent? Der Unterschied in Claude Code

Verstehen, dann bauen.

Drei Begriffe, drei Schichten, fünf Grundsätze. Zusammen sind sie der ganze Unterschied zwischen "jedes Mal neu tippen" und "einmal einrichten, immer nutzen". Wir erklären sie in Alltagssprache, in etwa fünf Minuten.

Die drei Begriffe

Chat, Skill, Agent

Chat

Ein einzelnes Gespräch, das bei null anfängt. Ein Chat ist praktisch, aber vergesslich. Jedes neue Gespräch startet ohne Vorwissen. Du musst deine Marke, deine Regeln, deinen Stil jedes Mal neu erklären. Das ist der Weg, den die meisten kennen. Dein KI-Team kann mehr.

Skill

Wissen in einer Datei, das immer mitgelesen wird. Ein Skill ist eine kleine Datei mit festem Wissen. Dein Design-Guide zum Beispiel: Farben, Schrift, Signaturzeile, Regeln. Du schreibst das einmal auf, und es wird ab dann automatisch beachtet, statt in jeden Auftrag neu hineingetippt. (Ein "Prompt" ist einfach die Anweisung, die du der AI in den Chat gibst.)

Agent

Eine gespeicherte, wiederverwendbare Rolle. KEIN Chat. Das ist der wichtigste Punkt, und hier liegt ein häufiges Missverständnis. Ein Agent ist kein weiteres Chatfenster, sondern eine Rolle, die du einmal festlegst und speicherst: mit einem festen Auftrag und festem Wissen, die immer gleich bleiben. Stell dir einen spezialisierten Kollegen vor, den es in deiner Abteilung nur für Slides gibt. Er kennt seinen Job, du briefst ihn kurz, er liefert.

Der ganze Trick

So funktioniert das Schichtensystem

Jede gute Slide besteht aus drei Schichten, die übereinanderliegen wie Folien auf einem Tageslichtprojektor. Das ist der ganze Trick, und er ist einfacher, als er klingt.

Der eine Satz, den du dir merkst: Das Bild kommt aus dem Bildmodell, der Text nie.

Genau daran scheitern oft viele, die alles in ein Bild generieren lassen: Ein Bildmodell verstümmelt Text. Deshalb trennen wir sauber. Bild unten, Text oben, dazwischen der Schleier für die Lesbarkeit.

Und hier liegt die eigentliche Macht des Prinzips: Jede Ebene ist einzeln austauschbar. Neues Produkt, gleiche Kulisse. Gleiches Produkt, neue Stimmung. Anderer Text, alles andere bleibt. Wer dagegen das Produkt fest ins Hintergrundbild generieren lässt, muss beim kleinsten Wunsch alles neu erzeugen. In unserem großen System liegt das Motiv deshalb bewusst auf einer eigenen Ebene, statt in den Hintergrund eingebacken zu werden. Dein Nachbau folgt genau diesem Aufbau.

Teuer gelernt, hier geschenkt

Was gute Slideshows ausmacht

Diese Prinzipien trennen ein Premium-Karussell von einer beliebigen AI-Slideshow. Wir haben sie beim Bau unseres eigenen Systems teuer gelernt, und die wichtigsten davon baust du gleich in kleiner Form nach.

Erstens: Text nie aus dem Bildgenerator

AI-Bildmodelle sind großartig bei Bildern, aber sie verstümmeln Text. Wer Text ins Bild generieren lässt, bekommt früher oder später Buchstabensalat. Unsere Lösung: Das Bild kommt aus dem Bildmodell, aber jeder sichtbare Text wird als echter, scharfer Text (ein "Vektor", also gezeichnete Buchstaben statt gemalter Pixel) darüber gesetzt. Immer korrekt, immer wortgenau. In unserem System steht im Bild-Auftrag wörtlich "keinerlei Text, keine Buchstaben, keine Zahlen".

Zweitens: Der Text sitzt pixelgenau im sicheren Bereich

In unserem System bestimmst du NICHT pro Wort irgendwelche Koordinaten. Stattdessen garantiert ein Programm die Platzierung: Rund um jede Slide liegt ein fester Sicherheitsrand (bei uns im großen System 72 Pixel; für dein System legen wir eine Safe-Zone von 110 Pixeln fest), und in diesem Rahmen sitzt jeder Textblock bei jedem Lauf auf exakt demselben Pixel. Kein Text läuft je aus dem Bild.

Drittens: Wenig Text, große Schrift

Die häufigste Ursache für eine Slideshow, die niemand zu Ende blättert, ist zu viel Text pro Slide. Darum steht die Menge bei uns als Zahl im Design-Guide und nicht im Gefühl: eine Überschrift von höchstens 6 bis 8 Wörtern, darunter ein Fließtext von etwa 200 Zeichen, also zwei bis drei kurze Zeilen. Passt der Inhalt nicht hinein, wird er gekürzt oder auf zwei Slides aufgeteilt. Was dabei nie passiert: die Schrift kleiner machen, damit mehr hineingeht. Genau das ist der Moment, in dem ein Karussell zur Präsentationsfolie wird.

Viertens: Die Marke ist hinterlegt, nicht erbeten

Regeln, die man in jeden Prompt neu tippt, werden irgendwann verkürzt, vergessen oder widersprüchlich. Regeln in einer Datei gelten immer gleich. Kein Lauf kann aus Versehen off-brand werden. Deine kleine Version davon ist der Design-Guide, den du in Schritt 1 anlegst.

Fünftens: Kein Raten, bis in die Bildwahl

Eine Zahl in einem Diagramm gibt es bei uns nur, wenn sie belegt ist. Fehlt der Beleg, weicht das System auf eine andere Darstellung aus, statt eine Zahl zu erfinden. Fakten werden vorher recherchiert, dann erst geschrieben. Erfundene Zahlen sind das Schlimmste, was einer Fach-Slideshow passieren kann.

Häufige Fragen

Chat, Skill und Agent: kurz erklärt

Was ist der Unterschied zwischen Chat, Skill und Agent in Claude Code?

Ein Chat ist ein einzelnes Gespräch, das bei null anfängt und deine Marke jedes Mal neu erklärt haben will. Ein Skill ist Wissen in einer Datei, etwa dein Design-Guide, das automatisch mitgelesen wird. Ein Agent ist eine gespeicherte, wiederverwendbare Rolle mit festem Auftrag und festem Wissen, kein weiteres Chatfenster.

Was ist ein Skill in Claude Code?

Eine kleine Datei mit festem Wissen, zum Beispiel deinem Design-Guide mit Farben, Schrift und Regeln. Du schreibst es einmal auf, und es wird ab dann bei jedem Auftrag automatisch beachtet, statt neu hineingetippt.

Was ist ein Agent in Claude Code?

Eine gespeicherte Rolle, die du einmal festlegst: mit festem Auftrag und festem Wissen, die immer gleich bleiben. Kein weiteres Chatfenster, sondern ein spezialisierter Kollege, den du kurz briefst und der liefert.

Brauche ich Programmierkenntnisse für Claude Code?

Nein. Du arbeitest in normalem Deutsch im Chat. Skills und Agenten legst du mit fertigen Prompts an, die du kopierst. Es entsteht keine Zeile Code, die du selbst schreiben müsstest.

Wie es weitergeht

Bring dein Marketing mit KI voran

Markus Morgenweck, Inhaber von DESIGNROAD71

Markus Morgenweck

Inhaber DESIGNROAD71 | B2B-Marketing-Berater

Markus Morgenweck ist Inhaber von DESIGNROAD71, einer B2B-Marketing-Beratung für den deutschen Mittelstand. Er gehört zu den wenigen Beratern, die B2B-Marketing nicht nur entwickeln, sondern mit konsequent eingesetzter KI auch selbst umsetzen. In über 20 Jahren hat er Marken vom Konsumgüter- bis in den Industriebereich betreut, von Coca Cola und EDEKA bis Bosch Rexroth und Baumüller.

Für DESIGNROAD71 hat er ein eigenes KI-System gebaut, das die Produktionskraft eines ganzen Teams liefert, gesteuert von einer einzigen Person. Sein Grundsatz: KI ist ein Hebel, kein Selbstzweck, und sie wirkt erst mit dem Fachwissen dahinter.

Sein Schwerpunkt: KI-gestützte B2B-Content-Produktion. Dieses Slideshow-System ist eines der Werkzeuge daraus.